Im Folgenden werden unterschiedliche Fragen zum Thema "Ghostwriting/ Ghostwriter" beantwortet. Falls Sie persönlich Fragen zu diesem Thema haben, bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. HAUCK & AUTOREN sieht sich nicht als klassische Ghostwriter-Agenturen, sondern unsere Philosophie ist es, gemeinsam mit dem Kunden die wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Unsere Erfahrungen und Expertise helfen Ihnen bei Ihrer Abschlussarbeit.

1. Was bedeutet Ghostwriting?

2. Was ist ein Ghostwriter?

3. Gab es bereits Ghostwriter in der Antike?

4. Ghostwriting im 21. Jahrhundert

5. Beispiele prominenter Personen, die einen Ghostwriter benutzt haben

6. Vorteile des Ghostwriting für Studenten

7. Ist Ghostwriting strafbar?

8. Was ist der Unterschied zwischen Ghostwriting und akademischem Ghostwriting?

9. Berühmte Ghostwriter von früher bis heute

10. Ghostwriter in der Kritik

11. Der Ghostwriter-Markt

12. Satire zum Thema Ghostwriting

 

Was bedeutet Ghostwriting?

Ghostwriting – abgeleitet von engl. „ghost„ = „Geist“ und „to write“ = „schreiben“ – liegt vor, wenn jemand, ohne seinen eigenen Namen als Autor bzw. Urheber zu nennen, im Namen und im Auftrag eines anderen für diesen Texte verschiedenster Art, z.B. (Auto-) biographien, Werbetexte, Reden oder Texte akademisch-wissenschaftlicher Art erstellt. Man kann insoweit auch von „Auftragsschreiben“ oder „Phantomschreiben“ sprechen.

Der Ghostwriter bleibt im Hintergrund, er wird in der Regel als Urheber nicht genannt. Ghostwriting ist eine Tätigkeit, die es gibt, seitdem Menschen Texte verfassen, Reden halten und andere von ihren Ansichten, Meinungen und Standpunkten überzeugen wollen. Dabei stehen diejenigen, die sich dieser Aufgabe unterziehen müssen, oftmals vor der Schwierigkeit, dass sie dazu nicht imstande sind, sei es, dass ihnen die dafür erforderlichen sprachlichen bzw. rhetorischen Fähigkeiten fehlen, sei es auch nur, weil sie aus Zeitgründen zur Abfassung sorgfältig recherchierter Ausführungen nicht in der Lage sind. Letzteres ist vor allem bei Politikern, bei Vorständen großer Unternehmen, aber auch bei Wissenschaftlern anzutreffen. Vorgegeben wird ein bestimmtes Thema, Aufgabe des Ghostwriters ist es nun, anhand der Stichworte, die ihm vom Kunden direkt oder durch Vermittlung einer Ghostwriteragentur übermittelt wurden, die entsprechenden Vorlagen auszuarbeiten.

Dabei hat mittlerweile im Bereich des Ghostwriting eine regelrechte Spezialisierung eingesetzt. Betrachtet man die Einträge, die unter dem Stichwort „Ghostwriting“ oder „Ghostwriter“ im Internet zu finden sind, so wird man erkennen, dass es Agenturen gibt für die unterschiedlichsten Zwecke, und zwar für

  • die Anfertigung von (Auto-) Biographien: Dies reicht von der Abfassung von Lebenserinnerungen von „Größen“ aus Kunst, Politik und Gesellschaft bzw. aus dem sog. „Show-Biz“ bis zur Lebensbeschreibung einfacher vollkommen unbekannter Personen, die z.B. ihren Nachkommen Einblick in ihr Leben verschaffen wollen.
  • das Schreiben von Rede- und Vortragstexten sowie amtlichen bzw. administrativen Erklärungen, Statements und Verlautbarungen: Für Politiker und andere Personen, „die sich selbst für wichtig halten“.
  • das akademische Ghostwriting: Dort geht es um die Anfertigung von studentischen Hausarbeiten, Seminararbeiten, Semester- und Bachelorarbeiten, Master- und Diplomarbeiten sowie von Dissertationen und Artikeln für wissenschaftliche Fachzeitschriften sowie
  • die Kreation von Werbetexten und Reden bzw. Vorträgen für besondere Anlässe, z.B. Firmenevents, Hochzeiten, Trauerfeiern sowie Ausstellungseröffnungen bzw. Vernissagen etc

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Was ist ein Ghostwriter?

Ein Ghostwriter ist eine Person, die Ghostwriting betreibt, also „wie ein Geist“ für andere Texte erstellt und dabei (in der Regel) namentlich als Urheber nach außen nicht in Erscheinung tritt, also nicht genannt wird.

Ghostwriter werden durch einen Verlag oder eine spezielle Ghostwriting-Agentur oder – ausnahmsweise – direkt durch den jeweiligen Kunden beauftragt. In der Regel besteht jedoch absolute Anonymität, d.h. der Kunde kennt die Person des Auftraggebers nicht. Dieser ist nur der Ghostwriting-Agentur bekannt. Sämtliche Korrespondenz wird daher im Regelfall über die Agentur geführt, die alle Verlautbarungen des Kunden an den Autor und – vice versa - sämtliche Stellungnahmen und Reaktionen an den Kunden weiterleitet. Der Autor verzichtet auf sämtliche Urheberrechte an dem von ihm erstellten Werk, die auf die Agentur übergehen und von dieser auf den Kunden. Dies bedeutet, dass im Ergebnis sämtliche urheberrechtlichen Verwertungs- und Verbreitungsrechte auf den Auftraggeber übergehen.

Ein unmittelbarer Kontakt zwischen dem Autor und dem Kunden findet in der Regel nicht statt, sofern es sich nicht um die Anfertigung von Lebensbeschreibungen und –erinnerungen handelt.

Die Tätigkeit des Ghostwriters ist gesetzlich nicht geschützt. Dementsprechend gibt es auch keinen fest definierten Kanon an Kenntnissen und Fähigkeiten, über die jemand verfügen muss, um Ghostwriting auszuüben. Es sind die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und die „Formulierungskunst“ sowie - im Falle des akademischen Ghostwriting – die Fähigkeit zu wissenschaftlich erschöpfender und präziser Recherche, die akademischen Ansprüchen genügende anschließende Aufbereitung und Darstellung des Fakten- und Datenmaterials sowie das Beherrschen der Regeln des exakten wissenschaftlichen Zitierens unter Berücksichtigung der von der jeweiligen Bildungseinrichtung aufgestellten Kriterien, die den qualifizierten Ghostwriter auszeichnen.

Mit anderen Worten:

Ausschließlich die schriftlichen Ausführungen und deren Güte entscheiden über den „Erfolg“ des Kundenauftrags, wobei der Ghostwriter meist niemals in Erfahrung bringen wird, wie Dritte, also Professoren, Prüfungskommissionen oder Kapazitäten aus Forschung und Lehre „seine“ Texte beurteilen.

Wissenschaftliches Ghostwriting hat in Deutschland in den letzten zehn Jahren ungeheuren Aufschwung genommen. Zurückzuführen ist dies auf die „Ökonomisierung“ bzw. „Amerikanisierung“ des akademischen Lehrbetriebs, d.h. die Unterordnung unter die Anforderungen von Wirtschaftsunternehmen. Studierende müssen Semester-, Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten und andere Zwischenqualifikationen in einem starr vorgegebenen Zeitraum in immer stärker „verschulten“ Hochschulen erwerben. Demnach geht es vornehmlich nur mehr darum, in möglichst kurzer Zeit ein Maximum an berufsnotwendigen Kompetenzen zu erlangen.

Das, was deutsche Universitäten auszeichnete und Spitzenleistungen in Forschung und Wissenschaft und auch ein „Studium generale“ ermöglichte, die „Muße“ bzw. „σχολή“, ohne die wahre Bildung nicht möglich ist, ist vollständig abhanden gekommen. Damit steht primär die Ausbildung, d.h. die Vorbildung für einen bestimmten Beruf, und nicht mehr die „Bildung“ von Menschen im Sinne des klassisch-neuhumanistischen Bildungsideals im Vordergrund!

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Gab es bereits Ghostwriter in der Antike?

Bereits im Griechenland des vierten vorchristlichen Jahrhunderts gab es Ghostwriter, sog. Logographen. Am bekanntesten wurden Lysias und Antiphon von Rhamnos, die gegen Bezahlung Plädoyers für ihre Kunden verfassten, die diese (mehr oder weniger) auswendig lernten und dann selbst im Gerichtsverfahren vortrugen. Bekannt wurde u.a. die Rede, die Lysias für einen körperbehinderten Handwerker von offenbar zweifelhaftem Ruf verfasste, dessen Rente gestrichen werden sollte. Diese Rede zeichnet sich aus durch besonderen Witz, Esprit, eine gewisse Portion Bauernschläue, Emotion und teils durch naive Vertraulichkeit. Lysias entwickelte in der Anfertigung von Reden für andere eine ausgesprochene Meisterschaft, sich in die Person und die jeweilige besondere Lage seiner Auftraggeber hineinzuversetzen, für die er die betreffenden Redenentwürfe verfasste.

Er verfügte damit über Eigenschaften, die auch heute für einen qualifizierten Ghostwriter nahezu selbstverständlich sind bzw. sein sollten. Ein „guter“ Vertreter seines Fachs fragt zunächst danach, für wen er schreiben soll, für welchen Anlass bzw. aus welchem Grund, bei welcher Gelegenheit das von ihm „wie von einem Phantom“ verfasste Werk präsentiert werden soll und vor allem, mit welcher Präzision es zu erstellen ist bzw. auf welchem Niveau, ob mit wissenschaftlichem Anspruch oder eher allgemein gehalten.

Aber nicht nur in Athen, sondern auch später in Rom, als das Imperium Romanum nahezu die gesamte damals bekannte Welt erfasste, fanden Ghostwriter umfassende Tätigkeitsbereiche. So ließen z.B. die römischen Machthaber, die Cäsaren, bei vielen Anlässen ihre Reden von professionellen Redeschreibern anfertigen.

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Ghostwriting im 21. Jahrhundert

In der sog. Wissensgesellschaft, in der wir uns mittlerweile befinden, ist Wissen etwas, das überall erhältlich und überall erreichbar ist. Wissen ist strategische Ressource bei der Erstellung von Produkten und bei der Erbringung von Dienstleistungen. Wissen ist zunehmend vernetzt und immer rascher (Stichwort: „Wikipedia“ = „Schnelles Wissen). dezentral, also an allen Orten der Welt (Stichwort; „Internet“) und interdisziplinär abrufbar. Der Satz „Wissen ist Macht“ kommt insoweit wieder zu Bedeutung, als Wissen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden ist. Schließlich ist Wissen, wie das Beispiel Ghostwriting eindrucksvoll zeigt, ein veräußerliches Gut, d.h. „Wissen wird gekauft“.

Nach alledem wird Wissen immer wichtiger. Dazu trägt auch die Globalisierung entscheidend bei. Globalisierung ist ein „multidimensionaler, multikausaler, weitgehend eigendynamischer, dialektischer und im Hinblick auf seine Folgen ambivalenter Prozess, der über eine länger zurückreichende historische Genese verfügt, jedoch erst in jüngster Zeit eine „neue Qualität“ angenommen hat“ (vgl. Teusch, U.: Was ist Globalisierung? Ein Überblick, Darmstadt, 2004, S. 86). Im weltweiten Wettbewerb kann nur vorne liegen, wer über die größeren Wissensressourcen verfügt. Nur wenn Wissen in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt und abgerufen werden kann, können Unternehmen - und hier zeigt sich wiederum die Subordination von Wissen unter das Postulat der Ökonomie - im Kontext globaler Konkurrenz überleben.

Auf dieser Linie liegen auch Bestrebungen, durch die das lebenslange Lernen („Lifelong Learning“) gefördert werden sollen. Dieses Postulat wird im gesellschaftlichen Leben der nächsten Jahrzehnte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ursachen sind die sich abzeichnende und immer rascher voranschreitende Überalterung der westlichen Industriegesellschaften, demnach alternde Belegschaften und eine Verlängerung der nachberuflichen Lebensphase. Unternehmen sehen sich gezwungen, ältere Arbeitnehmer in ihren Betrieben zu halten, zu fördern und sich mit ihren altersspezifischen Belangen auseinanderzusetzen. Arbeitnehmer müssen bereit sein, ihre bereits erworbenen Kenntnisse ständig zu erweitern und neue Techniken, Arbeitsstrategien und Denkweisen zu erlernen. Dementsprechend nimmt der Bedarf an Fort- und Weiterbildung permanent zu. Dabei weisen zunehmende Indizien auf einen Zusammenhang zwischen Lernen und Humankapitalinvestitionen einerseits und hohem Bruttosozialprodukt, hoher demokratischer Teilhabe, hohem Wohlstand und geringer Kriminalität hin.

Damit im Zusammenhang steht der Aspekt der Arbeitsmarkt- oder Beschäftigungsfähigkeit (sog. „Employability“), der sich mit der Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit, also der Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt, befasst. Individuelle Beschäftigungsfähigkeit ist das Resultat der Übereinstimmung bzw. Differenz zwischen den Anforderungen der Arbeitswelt und den persönlichen, fachlichen, spezifischen und methodischen Fähigkeiten sowie der individuellen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Ferner müssen sich Individuen aufgrund verbesserter medizinischer Versorgung und längerer Ruhestandszeiten verstärkt neuen geistigen Herausforderungen stellen.

Alle diese Überlegungen, die auf eine Stärkung des verfügbaren Humankapitals abzielen, haben dazu geführt, dass auf den verschiedensten Ebenen mittlerweile differenzierte Konzepte für die Weiterbildung, das lebenslange Lernen, ausgearbeitet wurden.

Bei diesem Prozess spielt Ghostwriting eine immer wichtiger werdende Rolle. Denn, wenn – präsentes – Wissen in seiner Bedeutung ständig zunimmt, dann wird es auch immer entscheidender, dass dieses Wissen jederzeit und überall abgerufen werden kann. Andererseits ist es häufig angesichts der ausbildungsbedingten und beruflichen Hektik nicht möglich, dass sich die Betroffenen jeweils in die verschiedensten Gebiete ausführlich einarbeiten können. Die Beauftragung von Ghostwritern ist somit der Ausweg, um diesem Dilemma zu entkommen!

Von besonderer Bedeutung sind dabei die neuen Möglichkeiten, die die „virtuelle Welt“ bietet. Die Nutzung des Internets hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten einen immer größeren Umfang angenommen. Waren es im Jahre 1998 in Deutschland noch ca. 6,5 Millionen Internetanwender, so stieg diese Zahl bis zum Jahre 2010 auf über 69 Mio. an (ARD/ZDF-Onlinestudie 1998-2001 ARD-ZDF Onlinestudie: Entwicklung Onlinenutzung, vgl. www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=onlinenutzung (24.09.2013). Ausweislich der Websites Intenetworldstats.com und comScore verfügten nach vorsichtiger Schätzung Ende 2008 bereits zwischen 1,0 und 1,6 Mrd. Menschen weltweit nicht nur über einen Zugang zum World Wide Web, sondern setzen die dadurch geschaffenen Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten auch effektiv für eigene Zwecke ein (Ulrich, http://www.webosophie.de/fileadmin/PDF/Webosophie_06-2009-Ullrich_1_1_Internetnutzer_weltweit.pdf (24.09.2013).

Diese technische Entwicklung hat die Verfügbarkeit von Wissen sprunghaft gesteigert. Dadurch kann Wissen auch überall - an allen „Enden der Welt“ in Echtzeit abgerufen werden.

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Beispiele prominenter Personen, die einen Ghostwriter benutzt haben

Es ist ein besonderes Zeichen gerade unserer Zeit, dass Prominente auf den verschiedensten Gebieten Memoiren bzw. Biographien auf dem Markt bringen, und zwar nicht, weil sie ihrer geneigten Leserschaft etwas Besonderes, etwas Einzigartiges mitzuteilen haben, wie etwa ein alternder Politiker, der für die Nachwelt das Verständnis für die politischen Zusammenhänge in bestimmten politischen Entscheidungssituationen festhalten will, sondern einzig und allein, um ihren „Marktwert“ in der Welt von Luxus und Glamour zu halten bzw. zu steigern.

Viele Prominente engagieren daher professionelle Schriftsteller oder Journalisten, eben Ghostwriter, und beauftragen sie mit der Anfertigung der eigenen Biographie oder anderen Werken. Die eigentlichen Verfasser werden oft nicht genannt und bleiben unerkannt im Hintergrund.

Dieter Bohlen ist ein angesehener Musikproduzent, über schriftstellerische Fähigkeiten verfügt er hingegen weniger. Seine Biographien mit dem Titel „Nichts als die Wahrheit“ und „Hinter den Kulissen“ wurden nicht von ihm selbst verfasst, sondern von der BILD-Kolumnistin Katja Kessler (vgl. Berühmte Schriftsteller und ihrer Ghostwriter, http://ghostwriter-blog.de/ghostwriting_fuer_prominente/beruhmte-schrifsteller-und-ihre-ghostwriter/ (29.09.2013).

Auch Boris Becker ließ seine Biographie „Augenblick, verweile doch…“ von zwei Journalisten schreiben, von Helmut Sorge und Robert Lübenoff (vgl. wie vor).
André Agassi verließ sich bei seiner Biographie mit dem Titel „Open“ nicht auf seine eigenen Fähigkeiten, sondern ließ sie vom Pulitzer-Preis Gewinner J.R. Moehringer erstellen (vgl. wie vor).
Heidi Klum ließ sich ihr Buch „Natürlich erfolgreich“ von der Journalistin Alexandra Postman schreiben (vgl. wie vor).

Ein solches Vorgehen ist für Ghostwriter lukrativ und fördert die Berühmtheit der jeweiligen Prominenten. Allerdings werden die Ghostwriter nur in den seltensten Fällen von den jeweiligen Prominente auch öffentlich genannt.

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Vorteile des Ghostwriting für Studenten

Die Vorteile von Ghostwriting bestehen für Studenten darin, dass sie ihr Studium zielführender und effizienter gestalten können. Oftmals ist es doch so, dass Studenten „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“, d.h. sie sind überwältigt von der Menge des Stoffes, den sie beherrschen sollen und von den Anforderungen, die in Prüfungen an sie gestellt werden.

Hinzukommen die Umstellungen aufgrund neuer Ausbildungs- und Prüfungsordnungen, die aufgrund der Umstellung auf Ausbildungskonzeptionen angloamerikanischer Provenienz innerhalb von Deutschland und Europa in den letzten Jahren erfolgt sind. War es in früheren Zeiten das Kenzeichen der deutschen Universitätsausbildung, dass – nach einem strengen vorgeschalteten Ausleseprozess in den höheren Schulen und Gymnasien - den Studierenden eine nahezu grenzenlose „akademische Freiheit“ winkte, die Zeit zu persönlicher Entfaltung, zu einem Studium auf vielen Gebieten und zu menschlicher und fachlicher Orientierung bot, sind die Universitäten zunehmend zu „Zuchtstätten“ für den akademischen Nachwuchs von Industrieunternehmen verkommen.

Demnach stehen Rentabilitätserwägungen und Profitaspekte im Vordergrund. Mit anderen Worten: Das Studium soll in immer kürzerer Zeit möglichst rentabel und mit Bestnoten abgeschlossen werden. Dies belegen Stellenanzeigen späterer potentieller Arbeitgeber. Danach muss neben Bestnoten, Auslandserfahrung und fließenden Englischkenntnissen in Wort und Schrift sowie, idealerweise, Kenntnissen in einer weiteren Fremdsprache nachweisbare akademische Expertise, am besten bis zum 25. Lebensjahr (!) vorliegen. Die Folge davon ist eine radikale „Verschulung“ der Ausbildung, die den Studenten wenig Freiraum belässt für die Persönlichkeitsentwicklung.

In dieser Situation bietet Ghostwriting Unterstützung und Hilfe. Studenten werden in die Lage versetzt, ihre eigenen Arbeiten, Ausführungen und Entwürfe mit denen von Experten ihres Studienfachs zu vergleichen. Dadurch erfüllen Ghostwriter die Funktion, die an und für sich persönlichen Betreuern der Studentenschaft an den Universitäten und in den jeweiligen Fachseminaren zukommt, die aber angesichts der Entartungen der Massenuniversitäten dazu nicht in der Lage sind. Ghostwriter betreiben damit anspruchsvolles akademisches Coaching. Studenten verbessern dadurch ihre persönliche schriftliche Ausdrucksfähigkeit, erlernen die speziellen Techniken ihres Fachs und können die vorgegebenen Studienzeiten einhalten.

Während sie z.B. ein Auslandssemester absolvieren, sind sie zeitgleich in der Lage, ihre Ausbildung durch den Erwerb von Seminarscheinen etc. nicht zu vernachlässigen. Mit anderen Worten: Ghostwriting trägt dazu bei, die Schwächen und Nachteile des gegenwärtigen staatlichen Ausbildungssystems auszugleichen.

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Ist Ghostwriting strafbar?

Als möglicherweise verwirklichte Straftatbestände kommen in Betracht die Tatbestände der Urkundenfälschung gem. § 267 StGB und der falschen Versicherung an Eides statt gem. § 156 StGB. Wegen Urkundenfälschung macht sich strafbar, wer eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht. Die schriftlichen Ausarbeitungen sind als Urkunde zu qualifizieren, da sie eine verkörperte menschliche Gedankenerklärung darstellen, die zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet und bestimmt ist und die ihren Aussteller erkennen lässt.

Im Rechtssinne echt ist eine Urkunde immer dann, wenn der tatsächliche mit dem angegebenen Aussteller übereinstimmt. Aussteller kann auch derjenige sein, der sich den Text zu Eigen macht. Damit begeht derjenige, der den von einem Ghostwriter verfassten Text als seinen eigenen ausgibt und diesen bei seiner Universität oder einer anderen Bildungseinrichtung als eigene Leistung vorlegt, lediglich eine schriftliche – nicht strafbare – Lüge! Die Tatbestandsalternative des Gebrauchmachens von einer unechten Urkunde ist nicht verwirklicht.

Demgegenüber ist bei § 156 StGB Vorsicht geboten! Denn oftmals sehen Prüfungs- bzw. Promotionsordnungen vor, dass Versicherungen an Eides Statt vorgelegt werden müssen, dass die wissenschaftliche Arbeit eigenständig erstellt worden sei. Versichert ein Doktorand wahrheitswidrig, dass er seine Dissertation alleine und ohne fremde Hilfe erstellt habe, obwohl die Dissertation in Wirklichkeit auf der Leistung eines Ghostwriters beruht, so kommt eine Strafbarkeit des Doktoranden wegen falscher Versicherung an Eides statt nach § 156 StGB in Betracht.

Weiß der Ghostwriter von diesen Umständen, ist ggf. Beihilfe gegeben.

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Was ist der Unterschied zwischen Ghostwriting und akademischem Ghostwriting?

Im Bereich des Ghostwriting sind zwei Bereiche zu unterscheiden, der Bereich des Ghostwriting im Allgemeinen und das akademische Ghostwriting.

Ersteres befasst sich z.B. mit der Erstellung von Reden. Oftmals müssen z.B. Top-Manager, andere Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft oder Privatleute bei den verschiedensten Anlässen Reden halten vor einem kleineren oder auch vor einem unüberschaubar großen Kreis von Menschen. Es fehlt aber auch hier wiederum die Zeit, es fehlen die „zündenden Ideen“, die eine Rede zu einem unverwechselbaren Ereignis machen, an das sich alle später noch gerne und mit Freude erinnern.

Hier stehen Ghostwriter als „unsichtbare Gehilfen“ zur Verfügung. Haben sie erst einmal die notwendigen Stichpunkte und Ausgangsfakten, erstellen sie kompetent und termingerecht die erforderlichen Redemanuskripte und Vorlagen. Aber auch das Verfassen von Werbetexten, Broschüren, von eBooks, kurz und gut von jedweder Art von Texten bzw. Textsorten gehört zum originären Aufgabengebiet von Ghostwritern. Schließlich nehmen auch Biographien, Lebensbeschreibungen sowie Autobiographien einen Teil der Ghostwriteraktivitäten ein Vielfach wollen Prominente oder auch weniger bekannte Personen für die Nachwelt oder den Kreis ihrer Bewunderer die wichtigsten Ereignisse ihres Lebens festhalten, sind aber selbst oftmals des Schreibens nicht kundig.

Hier bietet es sich an, einen Ghostwriter zu beauftragen. Aber auch die Erstellung von Romanen, Kurzgeschichten und sonstigen Erzählungen sowie von Bewerbungen, um nur einige wenige Textarten zu nennen, fällt in den Aufgabenbereich von Ghostwritern.

Akademisches Ghostwriting, also die Anfertigung von Seminar-, Bachelor-. Master- und Magister- und Semester- bzw. Hausarbeiten und Dissertationen und von populärwissenschaftlichen Artikeln zeichnet sich demgegenüber dadurch aus, dass hier erhöhte Anforderungen an die wissenschaftliche Qualifikation und an die akademischen Kompetenzen des Ghostwriters zu stellen sind. Nur Experten auf ihrem jeweiligen Fachgebiet sind in der Lage, die im jeweiligen Wissenschaftsbereich anfallenden Fragen und komplexe Themengebiete adäquat zu bearbeiten und dem Auftraggeber entsprechend fundierte Ausarbeitungen zur Verfügung zu stellen. Hinzu kommt hier als Besonderheit noch die Angst der Auftraggeber vor Plagiaten, die angesichts der Plagiatsaffären der letzten Jahre die Öffentlichkeit und die betreffenden Fachkreise aufgeschreckt hat.

Dabei kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass ein Plagiat nicht bereits dann vorliegt, wenn bestimmte Formulierungen mit Passagen aus dem Internet übereinstimmen, sofern die Quellenangabe hinzugefügt wird. Insgesamt sind beim akademischen Ghostwriting die anerkannten Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens zu beachten.

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Berühmte Ghostwriter von früher bis heute

Neben den bereits erwähnten Ghostwritern der Antike sind vor allem zu nennen der Literat Eugène Sue und der Schriftsteller Alexandre Dumas père.

Im angloamerikanischen Sprachraum wurde erstmals im 19. Jahrhundert der Begriff „Ghostwriter“ verwandt, abgekürzt als „Ghost; das entsprechende Infinitiv dazu ist „to ghost“ (hierzu und zum Folgenden: Volkening, H.: Am Rande der Autobiographie, Ghostwriting, Signatur, Geschlecht, Diss. München 2003, Bielefeld 2006, S. 58).

Im Französischen bürgerten sich mit deutlich negativer Konnotation die Begriffe „écrivain public“, „écrivain fantôme“, „assistant“, „collaborateur“, „co-auteur“ sowie die veralteten Begriffe „teinturier“, „plumitif“, „porte-plume“ und das Wort „nègre“ ein, im Spanischen neben „anónimos“ der Begriff „negro“, das mit der Konnotation „Sklave„ auf die Abhängigkeit und die dienende Position des Ghostwriters verweist. Diese Verwendung geht offensichtlich auf die Schreibwerkstätten von Alexandre Dumas père zurück, in denen eine Vielzahl von Schreibern unter seinem Namen permanent Texte produzierten, was den ungeheuren Umfang des Dumas´ schen Werks zu erklären vermag. In einer zeitgenössischen Kritik wird dazu folgendes angemerkt:

„Il embauche des transfuges de l´intelligence, des traducteurs à gages qui travaillent à la condition de nègres travailleurs sous le fouet dún mulâtre” (Volkening, ibd.).

Dies zeigt, dass Alexandre Dumas père Ghostwriter für sich arbeiten ließ, während er selbst den literarischen Ruhm für sich in Anspruch nahm. Immerhin, historische Abenteuerromane von Alexandre Dumas père wie „Der Graf von Monte Christo“ mit 18 Bänden oder „Die drei Musketiere“ mit acht Bänden haben Weltruhm erlangt. Darüber hinaus verfasste er bzw. ließ mit einem Stab von Mitarbeitern viele romantische Geschichtsdramen verfassen, u.a. „Antony“, „Der Nesle-Turm“ und „Catherine Howard“, „Das Halsband der Königin“ sowie „Kean.“

Ab 1840 ging Dumas dazu über, gewissermaßen in Serienproduktion mit Ghostwritern unablässig Abenteuerromane zu verfassen und diese dann als Fortsetzungen in Tageszeitungen zu veröffentlichen, um sie anschließend als Bücher zu publizieren. Dabei trat das künstlerische Element meist hinter der besonders kunst- und phantasievoll gestalteten Handlung zurück. Allerdings hielt sich Dumas père nicht an historische Tatsachen. Eine atemberaubende Handlung mit unkomplizierten Edelhelden und eine temperamentvolle Diktion sichern ihm bis heute die Gunst zahlloser Leser und Bewunderer, zumal viele Abenteuerromane im 20. Jahrhundert erfolgreich verfilmt wurden.

Auch Eugéne Sue verdankte seinen riesenhaften literarischen Erfolg einer fruchtbaren Erfindungsgabe. Dabei zeichnete er sich durch einen trivialen Stil und eine rührende Schwarz-Weiß-Malerei aus. Er begeisterte seine Leser ebenfalls durch phantasievolle und abenteuerliche Handlungen und ging in die Literaturgeschichte als einer der Begründer des Fortsetzungsromans in den Feuilletons der Tageszeitungen ein bzw. als Verfasser des wohl erfolgreichsten Zeitungsromans aller Zeiten „Les mystères de Paris“.

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Ghostwriter in der Kritik

Ghostwriter stehen heute mehr denn je in der Kritik. Es haben sich mittlerweile viele Anbieter auf dem globalen, europäischen und auch auf dem deutschen und deutschsprachigen Markt etabliert. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie die derzeitige Tendenz zu Wissenschafts-Plagiaten, zu Fälschungen und wissenschaftlicher Hochstapelei unterstützen, indem sie gegen Geld akademische Leistungen bieten, ohne als Autoren in Erscheinung zu treten und andere bei ihren Betrügereien unterstützen.

Kritisiert wird das Vorgehen gewerblicher Anbieter im Internet, das durch seine Allgegenwärtigkeit diesen (negativen) Erscheinungsformen der akademischen Wirklichkeit Vorschub leistet. Beanstandet wird die Art der Werbung, die von diesen Agenturen betrieben wird. Verwiesen wird dort auf die Arbeitssituation der Studenten, auf ihre soziale Realität, auf die fehlende Zeit, einen etwaigen Schreibstau oder die fehlende Motivation, die Studenten dazu veranlassen, sich der Hilfe von Ghostwritern zu bedienen.

Auch die Verharmlosung wird moniert, die auf entsprechenden Internetseiten von mehr oder weniger seriösen Anbietern betrieben wird. Es werde dort zwar auf die strafrechtliche Situation hingewiesen, aber zugleich betont, dass die vom Ghostwritern angefertigte Arbeit lediglich eine Anregung darstelle, die jeweilige Agentur lediglich als eine Art Ideenschmiede zu begreifen sei, wobei sofort der Hinweis nachgeschoben werde, dass niemand von der Kooperation zwischen dem Auftraggeber und der jeweiligen Agentur erfahren werde, also absolute Vertraulichkeit gewährleistet sei. Dadurch werde zwar eine korrekte Unterrichtung über die strafrechtlichen Aspekte geleistet, gleichzeitig aber dem Kunden zugesichert, dass aufgrund der besonderen Verschwiegenheit niemand davon erfahren werde.

Mit anderen Worten:

Die besondere Vertraulichkeit und Verschwiegenheit werde, so die Kritik, dermaßen in den Vordergrund gestellt, dass ein Kunde, der sich in Zeitnot befindet oder sich mit anderen Misshelligkeiten herumplagt, eben doch zur plagiatorischen Verwendung greift, zumal ihm zugesagt wird, dass er ohnehin nicht erwischt werden könne (vgl. Rieble, V.: Das Wissenschaftsplagiat. Vom Versagen des Systems, Frankfurt am Main, 2010, S. 14 – 15).

Da aufgrund der avancierten technischen Möglichkeiten im Internet mittlerweile in regelmäßige Abständen Wissenschaftsplagiate aufgedeckt werden, man denke nur an prominente Fälle wie

Karl Theodor von und zu Guttenberg,
Annette Schavan,
Silvana Koch-Mehrin und nunmehr
den Plagiatsverdacht bei Frank-Walter Steinmeier,

geraten auch Ghostwriter immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik, ob zu Recht, bleibt dahingestellt. Dass der ehm. deutsche Verteidigungsminister von und zu Guttenberg einen Ghostwriter beschäftigt habe, ist dabei eine Vermutung. Diese war Ausgangspunkt für den als „Bester Fernsehfilm 2013“ nominierten Film „Der Minister“, in dem sich der Jugendfreund des Protagonisten an diesem dadurch rächt, dass er das Ghostwriting öffentlich macht.

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Der Ghostwriter-Markt

Der Markt für Ghostwriter ist mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Dies gilt sowohl für den globalen, den europäischen Rahmen als auch für Deutschland und die deutschsprachigen Länder.

Dies zeigt allein ein Blick in das World Wide Web. Es gibt inzwischen Agenturen für die unterschiedlichsten Anlässe und Gelegenheiten. Dabei ist zu differenzieren zwischen den verschiedensten Arten von Ghostwriting. Es ist zu differenzieren zwischen

  • Akademischem Ghostwriting, d.h. der Erstellung von Hausarbeiten, Diplomarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen bzw. Promotionen, Hausarbeiten, Habilitationsschriften, Gutachten, (juristischen) Urteilen (zu Übungszwecken), Exposés, statischen Auswertungen, spezifischen Aufgabenstellungen (sog. Assignments), Präsentationen, Übersetzungen von oder in andere Sprachen sowie wissenschaftlichen Fachartikeln für Spezialzeitschriften. Dies setzt voraus, dass der Autor wissenschaftlich präzise und analytisch denken kann, die üblichen Zitierregeln seines Faches beherrscht, Literaturverzeichnisse ordnungsgemäß erstellen kann und mit den Möglichkeiten des Internets und der modernen Texterstellung von Microsoft Word, mit Excel und ggf. SSPS umzugehen vermag. Hinzukommt das Lektorat, also das Korrigieren der von Kunden erstellten Textvorlagen.
  • Populärwissenschaftliche Texte: Sachbücher, Fachbücher, Ratgeber, das Publizieren im Selbstverlag und die Hilfe bei der Suche nach Verlagen.
  • Erstellung von Managementtexten: Wissenschaftliche Zuarbeit in Consultingunternehmen, die wissenschaftliche Fundierung von Beratungskonzepten, Unternehmenspräsentationen, Newsletter, Texte für das Personalmanagement und die Unternehmensführung.
  • Biographien nach Angabe des Auftraggebers.

Für alle diese Arbeiten existieren weltweit im World Wide Web Unternehmen, die als Agenturen ihre Dienste anbieten und dabei den Kontakt zwischen dem Auftraggeber und dem jeweiligen Autoren herstellen. Von Ausnahmen abgesehen, besteht beim akademischen Ghostwriting keine direkte Beziehung zwischen dem Auftraggeber und dem Autoren.

Nur wenn der Kunde dies ausdrücklich wünscht und der Autor damit einverstanden ist, geben die Agenturen die Identität der Autoren preis. In der Regel ist dies nicht gewollt; ebenso wenig erfahren die Autoren, ob die von ihnen erstellten Texte den wissenschaftlichen Anforderungen der jeweiligen Universität entsprechen.

Anders ist die Lage dagegen bei populärwissenschaftlichen Texten, bei (Auto-) biographien oder Managementtexten oder anderen Vorlagen. Die Autoren erfahren, ob ihre Texte die gewünschte Wirkung erzielen; oft sind sie sogar am Umsatz der jeweiligen (Buch-) produktion beteiligt.

Angesichts der Konkurrenz, die inzwischen auf dem Ghostwriter-Markt eingesetzt hat, sind viele Agenturen dazu übergegangen, Zusatzdienstleistungen anzubieten. So wird die Durchführung von Plagiatsprüfungen mit Hilfe von Plagiatssoftware angeboten, die Überprüfung durch Fachspezialisten (Supervisoren) auf dem jeweiligen Gebiet sowie die allgemeine Überprüfung der Einhaltung der Formatierungsregeln und wissenschaftlicher Standards. Auf den Internetseiten werben die jeweiligen Anbieter mit allen diesen Dienstleistungen, um sich von den Mitbewerbern abzusetzen.

Durch die vielen Plagiatsfälle der letzten Jahre ist auf der Nachfrageseite, soweit es das akademische Ghostwriting betrifft, geradezu eine Art von Hysterie entstanden. Dabei muss vor allem Studenten immer wieder verdeutlicht werden, dass ein Plagiat nur dann vorliegt, wenn wissenschaftliche Aussagen und Gedanken, die von anderen Autoren entwickelt wurden, ohne Quellenangabe bzw. Hinweis darauf, dass der Verfasser nicht deren (geistiger) Urheber ist, übernommen werden. Verfügt das jeweilige Werk daher an den jeweiligen Stellen über eine korrekte Quellenangabe, liegt begrifflich kein Plagiat vor. Kennzeichnend für die automatische Plagiatssoftware ist es dagegen, dass sämtliche textliche Übereinstimmungen mit Texten im Internet bzw. in Suchmaschinen aufgespürt werden.

Da immer mehr Autoren dazu übergehen, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse im Internet zu veröffentlichen, werden sich nahezu immer derartige Übereinstimmungen finden lassen. Das gilt auch für Gesetzestexte, an denen keinerlei Urheberrechte bestehen; auch diese werden als Plagiat ausgewiesen, was ohne weiteres als Unsinn erkannt werden kann.

Derartige „Überhitzungen“ sind .zur Zeit auf dem Ghostwritermarkt sehr häufig. Sie zeigen zum einen die nahezu hypertrophe Angst vor der Aufdeckung von Plagiaten und zum anderen die Verbreitung von Ghostwriting. Denn sonst würden Nachrichten über Plagiatsfälle keine solchermaßen übertriebenen Auswirkungen auf die akademische „Gemeinde“ haben.

Vollkommen unproblematisch ist akademisches Ghostwriting, soweit es sich um Texte handelt, die im Auftrage eines Kunden für diesen erstellt werden wie z.B. wissenschaftliche Texte für Unternehme, für wissenschaftliche Bücher oder Artikel in Fachzeitschriften.

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Satire zum Thema Ghostwriting

Mitunter gibt es Situationen, die einem Ghostwriter nur ein müdes Lächeln abnötigen. Derartige Fälle haben angesichts der geradezu epidemische Ausmaße annehmenden „Plagiats-Hysterie„ in Deutschland in den letzten Jahren massiv zugenommen.

Geradezu als Vorlage für eine Satire kann dabei folgender - wahrer – Sachverhalt dienen:

Eine Bachelorarbeit auf wirtschaftswissenschaftlichem Gebiet wird erstellt. Nach diversen Beanstandungen durch den Kunden, der - mit ausländischen Wurzeln, oder im heutigen „Slang“ mit „Migrationshintergrund“ – offenbar zwar selbst gut deutsch sprechen kann, aber bei der Abfassung schriftlicher Arbeiten dennoch, wenn auch in Deutschland aufgewachsen und sozialisiert, gewisse Schwächen in Wortschatz und Ausdruck aufweist, wird die Arbeit als Entwurf dem zuständigen Professor vorgelegt, der ein erstes Statement abgeben soll. Es werden verschiedene Beanstandungen vorgebracht, was die Stringenz der Darstellung, die Darstellung der Forschungsfragen und der Forschungserkenntnisse betrifft. Dies ist Anlass für eine erneute gründliche Überarbeitung durch den Ghostwriter. Zu guter Letzt bringt der Professor vor, dass er die Arbeit seines Studenten allein deshalb mit einer schlechten Note bewerten werde, weil die Einleitung, in der das Problem beschrieben und die wesentlichen Fragestellungen erörtert werden, einer Plagiatsprüfung nicht standhalten werde.

Der empörte Student, der Auftraggeber des Ghostwriters, gibt diesen Kommentar über die von ihm gewählte Agentur postwendend an den Autoren und Ghostwriter weiter.

Dieser ist verwundert und beteuert, dass er gerade in der Einleitung jedes Wort selbst „gesucht“ und gewählt habe, weil es gerade bei der Einleitung darauf ankomme, dass der Leser mitgenommen werde und eine präzise Formulierung ausschlaggebend, sozusagen die „Visitenkarte der Arbeit“ sei. Es kommt, wie es kommen soll: Die Agentur lässt eine umfangreiche Plagiatsprüfung durchführen. Das Ergebnis bestätigt die Aussagen des Ghostwriters, der sich keiner Schuld bzw. Verfehlung bewusst ist: Ca. 18 % des Textes wird als sog. Plagiat im Sinne des Tests identifiziert. Davon entfallen einige Beispiele auf Gesetzestexte, die wortgleich im Internet abrufbar sind (Was hätte der Ghostwriter machen sollen: Hätte er den Text der Gesetze umformulieren sollen?) in einigen anderen Fällen wird auf Texte im Internet verwiesen, in denen die gleichen Fachbegriffe auftauchen, wohlgemerkt in Aufsätzen, die der Ghostwriter - dies mag man glauben oder nicht - noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hatte, und schließlich in der vom Professor inkriminierten Einleitung wurde kein einziges sog. Plagiat im Sinne des Tests festgestellt!

Wie die Sache allerdings weiter verlaufen ist, entzieht sich der Kenntnis des Ghostwriters. Da der Kunde wohl ansonsten über geringere Formulierungskompetenzen verfügte, dürfte die Beauftragung des Ghostwriters für ihn in diesem Falle ggf. nicht unproblematisch gewesen sein! Wie soll er denn dem Professor erklären, dass die Einleitung einen Stil aufwies, der sich himmelweit von dem abhob, den dieser von seinem Studenten gewohnt war?

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