Der Markt für Ghostwriter ist mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Dies gilt sowohl für den globalen, den europäischen Rahmen als auch für Deutschland und die deutschsprachigen Länder.

Dies zeigt allein ein Blick in das World Wide Web. Es gibt inzwischen Agenturen für die unterschiedlichsten Anlässe und Gelegenheiten. Dabei ist zu differenzieren zwischen den verschiedensten Arten von Ghostwriting. Es ist zu differenzieren zwischen

  • Akademischem Ghostwriting, d.h. der Erstellung von Hausarbeiten, Diplomarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen bzw. Promotionen, Hausarbeiten, Habilitationsschriften, Gutachten, (juristischen) Urteilen (zu Übungszwecken), Exposés, statischen Auswertungen, spezifischen Aufgabenstellungen (sog. Assignments), Präsentationen, Übersetzungen von oder in andere Sprachen sowie wissenschaftlichen Fachartikeln für Spezialzeitschriften. Dies setzt voraus, dass der Autor wissenschaftlich präzise und analytisch denken kann, die üblichen Zitierregeln seines Faches beherrscht, Literaturverzeichnisse ordnungsgemäß erstellen kann und mit den Möglichkeiten des Internets und der modernen Texterstellung von Microsoft Word, mit Excel und ggf. SSPS umzugehen vermag. Hinzukommt das Lektorat, also das Korrigieren der von Kunden erstellten Textvorlagen.
  • Populärwissenschaftliche Texte: Sachbücher, Fachbücher, Ratgeber, das Publizieren im Selbstverlag und die Hilfe bei der Suche nach Verlagen.
  • Erstellung von Managementtexten: Wissenschaftliche Zuarbeit in Consultingunternehmen, die wissenschaftliche Fundierung von Beratungskonzepten, Unternehmenspräsentationen, Newsletter, Texte für das Personalmanagement und die Unternehmensführung.
  • Biographien nach Angabe des Auftraggebers.

Für alle diese Arbeiten existieren weltweit im World Wide Web Unternehmen, die als Agenturen ihre Dienste anbieten und dabei den Kontakt zwischen dem Auftraggeber und dem jeweiligen Autoren herstellen. Von Ausnahmen abgesehen, besteht beim akademischen Ghostwriting keine direkte Beziehung zwischen dem Auftraggeber und dem Autoren.

Nur wenn der Kunde dies ausdrücklich wünscht und der Autor damit einverstanden ist, geben die Agenturen die Identität der Autoren preis. In der Regel ist dies nicht gewollt; ebenso wenig erfahren die Autoren, ob die von ihnen erstellten Texte den wissenschaftlichen Anforderungen der jeweiligen Universität entsprechen.

Anders ist die Lage dagegen bei populärwissenschaftlichen Texten, bei (Auto-) biographien oder Managementtexten oder anderen Vorlagen. Die Autoren erfahren, ob ihre Texte die gewünschte Wirkung erzielen; oft sind sie sogar am Umsatz der jeweiligen (Buch-) produktion beteiligt.

Angesichts der Konkurrenz, die inzwischen auf dem Ghostwriter-Markt eingesetzt hat, sind viele Agenturen dazu übergegangen, Zusatzdienstleistungen anzubieten. So wird die Durchführung von Plagiatsprüfungen mit Hilfe von Plagiatssoftware angeboten, die Überprüfung durch Fachspezialisten (Supervisoren) auf dem jeweiligen Gebiet sowie die allgemeine Überprüfung der Einhaltung der Formatierungsregeln und wissenschaftlicher Standards. Auf den Internetseiten werben die jeweiligen Anbieter mit allen diesen Dienstleistungen, um sich von den Mitbewerbern abzusetzen.

Durch die vielen Plagiatsfälle der letzten Jahre ist auf der Nachfrageseite, soweit es das akademische Ghostwriting betrifft, geradezu eine Art von Hysterie entstanden. Dabei muss vor allem Studenten immer wieder verdeutlicht werden, dass ein Plagiat nur dann vorliegt, wenn wissenschaftliche Aussagen und Gedanken, die von anderen Autoren entwickelt wurden, ohne Quellenangabe bzw. Hinweis darauf, dass der Verfasser nicht deren (geistiger) Urheber ist, übernommen werden. Verfügt das jeweilige Werk daher an den jeweiligen Stellen über eine korrekte Quellenangabe, liegt begrifflich kein Plagiat vor. Kennzeichnend für die automatische Plagiatssoftware ist es dagegen, dass sämtliche textliche Übereinstimmungen mit Texten im Internet bzw. in Suchmaschinen aufgespürt werden.

Da immer mehr Autoren dazu übergehen, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse im Internet zu veröffentlichen, werden sich nahezu immer derartige Übereinstimmungen finden lassen. Das gilt auch für Gesetzestexte, an denen keinerlei Urheberrechte bestehen; auch diese werden als Plagiat ausgewiesen, was ohne weiteres als Unsinn erkannt werden kann.

Derartige „Überhitzungen“ sind .zur Zeit auf dem Ghostwritermarkt sehr häufig. Sie zeigen zum einen die nahezu hypertrophe Angst vor der Aufdeckung von Plagiaten und zum anderen die Verbreitung von Ghostwriting. Denn sonst würden Nachrichten über Plagiatsfälle keine solchermaßen übertriebenen Auswirkungen auf die akademische „Gemeinde“ haben.

Vollkommen unproblematisch ist akademisches Ghostwriting, soweit es sich um Texte handelt, die im Auftrage eines Kunden für diesen erstellt werden wie z.B. wissenschaftliche Texte für Unternehme, für wissenschaftliche Bücher oder Artikel in Fachzeitschriften.

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