Meist hat man im Laufe des Studiums bereits genügend eigenes Wissen erlangt, um beurteilen zu können, wo man promovieren will. In der Regel kennt man die Professoren, die auf dem eigenen Gebiet forschen oder man kann diese in Erfahrung bringen; oft allein aufgrund der Lektüre von Fachzeitschriften oder Dissertationen bzw. der Recherche der jeweiligen Fundstellen und Zitate. Manchmal kommt ein Kontakt zu dem gewünschten Doktorvater nicht zustande oder es bestehen andere Hinderungsgründe. Mitunter wird der Promotionsentschluss auch erst gefasst, nachdem der zukünftige Doktorand bereits längst in der Praxis Fuß gefasst hat, also z.B. als Rechtsanwalt tätig ist oder in einem Forschungsunternehmen an Versuchsreihen beteiligt ist; oder man ist inzwischen in eine andere Stadt umgezogen

Die Suche nach einer geeigneten Promotionsstelle kann sich daher gelegentlich schwierig gestalten. Dabei muss man strategisch denken, d.h. verschiedene Wege wählen, um ans Ziel zu kommen.

Zunächst bietet es sich an, sich im universitären Umkreis umzuhören. Meist hat man schon Kontakt zu einem bestimmten Professor, mit dem man ggf. während des Studiums besonders eng zusammengearbeitet hat. Man kann auch die Website der betreffenden Fakultät zu Rate ziehen, wenn man nicht ohnehin bereits auf dem Laufenden ist. Der Nachteil bzw,. das Risiko besteht darin, dass ausgeschriebene Stellen rasch besetzt werden und man zu spät kommt, man also nicht schnell genug ist.

Oft sind es auch Bekannte, Freunde oder Kommilitonen, die auf Promotionsmöglichkeiten hinweisen können. Demnach gilt: Je mehr Personen von dem Projekt „Promotion“ Kenntnis haben, desto besser. Da offizielle „Pfade“ ausgetreten sind und man, wie gezeigt, häufig nicht schnell genug ist, sind „inoffizielle“ Wege oft besser. Auf diese Weise kann es einem gelingen, einerseits möglichst frühzeitig möglichst viele Menschen auf das Vorhaben hinzuweisen, andererseits etwaige Mitbewerber zu umgehen. Ein häufig beobachteter Umstand ist die Tatsache, dass potenzielle Doktorväter meist als Erstes ihre Assistenten danach fragen, wer aus deren Bekanntenkreis für die jeweilige Stelle besonders prädestiniert ist. Für viele Menschen stellt das Kennenlernen neuer Menschen im Beruf trotz aller Chancen eher eine Belastung dar. So nehmen auch an der Universität Professoren lieber Doktoranden an, die sie bereits kennen. Wird der Entschluss zur Promotion erst später – in der Berufspraxis - gefasst, sollte man auch auf gemeinsam besuchte Seminare und sonstige Lehrveranstaltungen zurückgreifen; auch eine Arbeit am jeweiligen Lehrstuhl muss es nicht unbedingt gewesen sein. Manchmal kann auf Konferenzen oder Seminaren ein alter Kontakt wieder aufgefrischt bzw. intensiviert werden. Immer wieder kommt es auch vor, dass Professoren lieber „gestandene Praktiker“ als Dokotoranden lieber haben, weil diese eigene Berufserfahrung mit einer bestimmten Thematik haben und diese Kenntnisse mit einbringen können. Diese Vorkenntnisse erleichtern das Abfassen der Dissertationsschrift erheblich. Denn man kann dann rascher entscheidende Erkenntnisse erzielen, die anderen eher theoretisch denkenden Doktoranden ggf. verschlossen bleiben.

Auch im Internet wird auf Promotionsmöglichkeiten hingewiesen, in besonderen Jobbörsen bzw. im Anzeigenteil der Tages- und Wochenzeitungen. Auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ist der Bedarf an Forschern besonders groß. Namhafte deutsche und internationale Institute veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Anzeigen, in denen sie um geeignete Kandidaten werben. Die deutsche Hochschulrektorenkonferenz z.B. bietet eine besondere Suchmaschine an. Dort lässt sich ersehen, wo welcher Doktorgrad erworben kann, wobei allerdings keine Angaben zu Tätigkeiten als interner Doktorand gemacht werden. In der Erweiterten Suche kann man auch nach Promotionsmöglichkeiten für bestimmte Sach- und Themengebiete suchen. Das ist vor allem für Fächer von Bedeutung, in denen Promotionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Abschlüssen in Betracht kommen wie z.B. mit Lebensmitteltechnologie zum Dr. Ing., Dr. rer. nat. oder Dr. oec. Troph. Schließlich sind auch Initiativbewerbungen denkbar, aber unpraktikabel, weil am wenigsten erfolgversprechend. Diese Möglichkeit ist demnach von nachrangiger Bedeutung. Man kann sich dann nicht den Vorwurf machen, dass man nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Das Suchen nach einer geeigneten Promotionsstelle ist mit der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz zu vergleichen. Allerdings ist das Angebot kleiner, die Anzahl möglicher Dissertationsangebote ist wesentlich geringer, die Auswahl eingegrenzt. Dementsprechend nimmt allein die Suche nach einer geeigneten Promotionsstelle längere Zeit in Anspruch.

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