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Hauck & Autoren Redaktion · Aktualisiert am · 8 Min. Lesezeit
Doktorvater finden – Doktormutter finden: Wie funktioniert es?
Inhaltsverzeichnis

Doktorvater finden - Wie funktioniert es?

Wir helfen Ihnen bei der Suche nach Ihrem Doktorvater

Eine Promotion dauert in der Regel drei bis fünf Jahre – und über kaum etwas entscheidet ihr Gelingen so stark wie über die Wahl der richtigen Betreuungsperson. Wer den passenden Doktorvater oder die passende Doktormutter findet, hat über Jahre hinweg einen fachlichen Mentor, einen kritischen Sparringspartner und nicht selten einen Förderer für die weitere Karriere an seiner Seite.

Sie stehen kurz vor dem Ende Ihres Studiums bzw. haben es bereits abgeschlossen und möchten Ihre akademische Karriere weiter vorantreiben? Wer eine Laufbahn in der wissenschaftlichen Forschung anstrebt, kommt an einer Doktorarbeit in der Regel nicht vorbei. Aber auch für das Erreichen von Führungspositionen in der freien Wirtschaft ist der Doktortitel häufig Voraussetzung. Damit Ihre Doktorarbeit ein Erfolg wird, steht am Beginn Ihrer Doktorandenzeit die Suche nach einem geeigneten Doktorvater oder einer Doktormutter. Welche formalen Hürden Sie davor noch nehmen müssen, fasst unser Überblick zu den Voraussetzungen einer Promotion zusammen. Wenn Sie Hilfe bei der Wahl eines Lehrstuhls sowie eines Mentors für Ihr Fachgebiet wünschen, sprechen Sie uns gerne an und wir unterbreiten Ihnen ein unverbindliches Angebot!

Das 3-K-Prinzip: Woran Sie eine gute Betreuungsperson erkennen

Bevor wir die konkreten Suchwege beschreiben, lohnt ein Blick auf die Auswahlkriterien. In unserer Beratungspraxis hat sich das 3-K-Prinzip bewährt – drei Fragen, die Sie an jeden potenziellen Betreuer stellen sollten:

  1. Kompetenz: Forscht die Person tatsächlich auf Ihrem Themengebiet? Prüfen Sie Publikationen, Forschungsprojekte und betreute Dissertationen der letzten Jahre.
  2. Kapazität: Hat die Person realistisch Zeit für einen weiteren Doktoranden? Ein renommierter Name nützt wenig, wenn Rückmeldungen monatelang ausbleiben.
  3. Chemie: Stimmt die persönliche Ebene? Sie werden über Jahre hinweg regelmäßig und teils kontrovers miteinander diskutieren – gegenseitiger Respekt ist dafür unverzichtbar.

Tipp aus der Praxis: Sprechen Sie vor Ihrer Entscheidung mit aktuellen oder ehemaligen Doktoranden des Lehrstuhls. Niemand kann Ihnen verlässlicher sagen, wie Betreuungsgespräche, Rückmeldezeiten und Konfliktkultur dort tatsächlich aussehen.

Den Doktorvater an der eigenen Universität finden

Wenn Sie sich noch im Studium befinden und Ihre Promotion an der Universität durchführen möchten, an der Sie auch studiert haben, kann die Suche nach einem Doktorvater relativ einfach sein. Sie sind bereits mit den Dozenten Ihres Fachbereichs bekannt und haben bei dem einen oder anderen wahrscheinlich bereits Prüfungsleistungen erbracht. Möglicherweise können Sie Ihre Dissertation sogar bei dem Dozenten schreiben, der auch Ihre Masterarbeit oder Diplomarbeit bewertet hat – ein entscheidender Vorteil, denn diese Person kennt Ihre Arbeitsweise und Ihre wissenschaftlichen Stärken bereits.

Eine Doktorarbeit dürfen in der Regel nur Professoren oder Privatdozenten betreuen, also diejenigen Dozenten, die einen universitären Titel führen, der höher ist als der von Ihnen angestrebte. Die genauen Anforderungen regelt die jeweilige Promotionsordnung der Fakultät. Viele Professoren sind jedoch bereits ziemlich „ausgebucht“: Sie betreuen eine ganze Reihe von Dissertationen und haben daher möglicherweise keine oder nur wenig Zeit für einen weiteren Doktoranden.

Eine Promotion ist in der Regel ein langwieriges Unternehmen und braucht viel Energie und Motivation von Ihrer Seite. Natürlich wünschen Sie sich einen Betreuer, der trotz längerer Abstände bei Fragen und Problemen für Sie ansprechbar ist. Wir empfehlen Ihnen, ein persönliches Gespräch mit dem betreffenden Dozenten zu suchen – etwa in der Sprechstunde oder im Anschluss an eine Lehrveranstaltung. Ein direktes Gespräch ist in der Regel erfolgversprechender als eine schriftliche Anfrage per E-Mail, denn es zeigt Initiative und gibt beiden Seiten die Gelegenheit, die persönliche Passung auszuloten. Sollte Ihr Wunschdozent keine Zeit für die Betreuung Ihrer Dissertation haben, empfehlen wir Ihnen, neben den internen Alternativen an Ihrer Universität über eine externe Dissertation an einer anderen Hochschule nachzudenken.

Doktorandin im Beratungsgespräch mit ihrem Professor im Universitätsbüro

Wie Sie einen Doktorvater für eine externe Dissertation finden

Wenn Sie Ihr Studium bereits abgeschlossen haben und in den Beruf eingestiegen sind, können Sie in der Regel nur eine externe Dissertation durchführen. Konkret bedeutet das für Sie, dass Sie einen Professor finden müssen, der Sie an seinem Lehrstuhl als Doktorand annimmt. Dabei sind Sie nicht auf das Bundesland beschränkt, in dem Sie leben: Für eine externe Dissertation können Sie sich bundesweit bewerben. Bedenken Sie allerdings, dass eine externe Promotion neben dem Beruf besondere Anforderungen an Selbstorganisation und Durchhaltevermögen stellt – umso wichtiger ist eine Betreuungsperson, die dieses Modell aktiv unterstützt.

Wenn Sie uns mit der Suche nach einem geeigneten Doktorvater für Ihr Dissertationsprojekt beauftragen, führen wir zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Wir möchten den am besten zu Ihnen passenden Doktorvater finden, und für dieses Vorhaben benötigen wir so viele Informationen von Ihnen wie möglich. Neben Ihren Studienfächern und Ihrem Abschluss rücken dabei vor allem das Berufsfeld, in dem Sie arbeiten, der Forschungsbereich, in dem Sie promovieren möchten, sowie Ihre eigenen Ideen für ein mögliches Doktorarbeitsthema in den Fokus. Ausgerüstet mit diesen Informationen gehen unsere Experten – ein Netzwerk von über 500 Akademikern – deutschlandweit auf die Suche nach Ihrem Doktorvater.

Wir beginnen unsere Suche an den Fachbereichen der einzelnen Universitäten. Abhängig von Ihrem Studienfach, eventuellen Nebenfächern und Ihrem Themenwunsch kann die Auswahl der möglichen Universitäten und Professoren größer oder kleiner ausfallen. Die Internetauftritte der Hochschulen sowie der Professoren geben oftmals schon einen Anhaltspunkt, ob Ihr Thema oder eines, das für Sie interessant sein könnte, im Forschungsgebiet der jeweiligen Universität unterkommen könnte. Neben internen Ausschreibungen von Doktorandenstellen bzw. Doktorarbeitsthemen bieten auch verschiedene Internetportale einen guten Überblick über Themengebiete und Forschungsschwerpunkte, für die Doktoranden gesucht werden. Sind Sie also, was das Thema Ihrer Doktorarbeit angeht, offen für Ideen, kann es u. U. einfacher sein, einen Doktorvater zu finden, als wenn Sie sich bereits auf ein konkretes Thema festgelegt haben.

Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Doktorvater zu überzeugen

Sobald wir unsere Recherche nach geeigneten Professoren abgeschlossen haben, treffen wir eine Vorauswahl, die wir dann gemeinsam mit Ihnen bewerten. Auf der Grundlage des Wissensfeldes, auf dem die Professoren vorrangig forschen, ihrer Publikationen sowie ihrer Präsenz im Hochschulbereich überlegen wir, welcher Professor als Doktorvater besser oder schlechter für Ihre Promotion geeignet ist. Haben Sie gemeinsam mit unseren Mitarbeitern eine Wahl getroffen, helfen wir Ihnen natürlich auch dabei, die Bewerbung bei Ihrem Doktorvater zu komplettieren und Ihre Promotion auf den Weg zu bringen.

Auch wenn der jeweilige Professor Ihre Bewerbung nicht abgelehnt hat, müssen Sie ihn in einem zweiten Schritt von Ihren akademischen Qualitäten überzeugen – und zwar bevor Sie mit der eigentlichen Doktorarbeit beginnen. Darunter fallen:

  • die Formulierung eines interessanten Themas mit einer forschungsrelevanten Fragestellung
  • ein überzeugendes Exposé
  • unter Umständen bereits eine erste Gliederung
  • ein realistischer Zeit- bzw. Arbeitsplan

Viele Professoren haben wenig Zeit für die Betreuung von Doktoranden, insbesondere, wenn diese extern promovieren. Daher ist es sinnvoll, den Doktorvater bereits in der Vor-Phase davon zu überzeugen, dass Sie eigenständig arbeiten können und wenig Betreuung benötigen. Gerne erarbeiten wir mit Ihnen nicht nur die zentrale Fragestellung Ihres Themenvorschlags, sondern formulieren bereits erste Arbeitshypothesen, über die Sie im Vorgespräch mit Ihrem Doktorvater diskutieren können. Eine detaillierte Gliederung zeigt, dass Sie geübt darin sind, strukturiert zu arbeiten, und bereits eine präzise Vorstellung von Ihrem Forschungsprojekt haben. Verlangt Ihr potenzieller Doktorvater ein Exposé, helfen wir Ihnen dabei, den Forschungsstand zu erheben und das Exposé professionell zu erstellen. Darüber hinaus übernehmen unsere Autoren auch Recherchearbeiten, die im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die Promotion anfallen.

Merke: Professoren nehmen bevorzugt Doktoranden an, die Selbstständigkeit signalisieren. Ein durchdachtes Exposé mit klarer Fragestellung, erster Gliederung und realistischem Zeitplan ist Ihr stärkstes Argument im Erstkontakt.

Promovierender bereitet Exposé und Unterlagen für die Bewerbung beim Doktorvater vor

Was Ihr Dissertationsthema mit Ihrem Doktorvater zu tun hat

Das Dissertationsthema ist äußerst eng mit Ihrem Doktorvater verknüpft. Heutzutage streben immer mehr Universitätsabsolventen eine Promotion an. Daher ist es neben der Grundvoraussetzung eines guten Diplom-, Magister- oder Masterabschlusses außerdem von hoher Wichtigkeit, auf einem Themengebiet zu forschen, das zu Ihrem anvisierten Doktorvater passt. Häufig nehmen die Professoren nur Doktoranden auf, die ihre eigene Forschung im Rahmen der Promotion mit vorantreiben. Wie Sie überhaupt zu einem tragfähigen Thema für die Doktorarbeit gelangen, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Falls Ihr Themenvorschlag nicht zufällig genau auf einen dieser Professoren passt, kann es in einem solchen Fall sinnvoll sein, uns zwar das angestrebte Forschungsgebiet zu nennen, für das konkrete Thema aber offen zu bleiben. Unsere Mitarbeiter machen sich für Sie auf die Suche nach Professoren, die Experten auf ihrem Fachgebiet sind und entweder Themen für entsprechende Doktorarbeiten ausgeschrieben haben oder bereit sind, einen Doktoranden mit einem interessanten und forschungsrelevanten Thema anzunehmen. Wenn Sie z. B. durch Ihren Arbeitsplatz Zugang zu modernen Forschungseinrichtungen haben oder wichtige Kontakte vorweisen können, steigen Ihre Erfolgsaussichten bei vielen Professoren immens, da diese in einem solchen Fall ebenfalls von Ihren Forschungsmöglichkeiten profitieren können.

Doch auch der umgekehrte Weg kann zum Erfolg führen: Sie haben bereits eine Idee für Ihr Dissertationsthema ausgearbeitet? Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Rechercheergebnisse und Ausarbeitungen in Form eines Exposés zusammenzufassen und zu optimieren. Dies kann bei unserer Recherche nach einem geeigneten Professor bereits die eine oder andere Tür öffnen.

Was wir Ihnen jedoch nicht abnehmen können, ist das persönliche Vorstellungsgespräch bei dem Professor Ihrer Wahl. Sollte er Sie für die Dauer Ihrer Promotion betreuen, werden Sie regelmäßig mit ihm zu tun haben. Das erste persönliche Gespräch kann bereits die Weichen für die Zusammenarbeit stellen, denn ebenso wichtig wie der akademische Ruf Ihres Doktorvaters ist die Chemie zwischen Ihnen und Ihrem Betreuer – das dritte „K“ unseres Prinzips. Auch auf ein solches Vorstellungsgespräch bereiten Sie unsere Experten selbstverständlich gerne vor: mit einer Simulation typischer Fragen, einer kritischen Durchsicht Ihrer Unterlagen und konkreten Hinweisen zur Präsentation Ihres Forschungsvorhabens.

So geht es nach der Zusage weiter

Ist die Betreuungszusage erst einmal gesichert, beginnt die eigentliche Arbeit: die Anmeldung der Promotion bei der Fakultät, die Feinjustierung des Themas und der Einstieg in die Forschungs- und Schreibphase. Einen Überblick über alle Etappen – von der Annahme als Doktorand bis zur Disputation – gibt unser Beitrag zum Ablauf einer Promotion. Und wenn Sie im weiteren Verlauf Unterstützung beim Strukturieren, Recherchieren oder Formulieren benötigen, stehen Ihnen unsere erfahrenen Akademiker mit 15 Jahren Erfahrung während der gesamten Promotionszeit zur Seite.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie kurze und klare Antworten auf die häufigsten Fragen.

Was ist ein Doktorvater?

Ein Doktorvater oder eine Doktormutter betreut und begleitet Promovierende während ihrer Dissertation.

Wie finde ich einen passenden Doktorvater?

Durch Recherche zu Forschungsschwerpunkten, Publikationen und Kontakte auf Tagungen oder Konferenzen kann man Doktorvater finden.

Welche Kriterien sind wichtig?

Fachliche Expertise, Interesse am Thema, Zeit für Betreuung und persönliche Sympathie.

Wo kann man suchen?

An Universitäten, über Institutsseiten, in Fachzeitschriften oder durch Empfehlungen anderer Forschender.

Wie trete ich in Kontakt?

Mit einem klaren Exposé, einer präzisen Fragestellung und einer professionellen Anfrage per E-Mail.

Wer darf Doktorvater sein?

Grundsätzlich können habilitierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Prüfungsberechtigung als Doktorvater oder Doktormutter auftreten. Jede Fakultät regelt dies in ihrer Promotionsordnung.

Was ist ein Synonym für Doktorvater?

Gängige Synonyme sind Betreuer der Dissertation, Dissertationsleiter oder neutral Promotionsbetreuer. Der Begriff Doktorvater ist historisch gewachsen und heute oft geschlechtsneutral durch „Betreuer“ ersetzt.

Wer kann Doktorvater sein?

Ein Doktorvater muss nicht zwingend Professor sein. Entscheidend ist, dass er die Promotionsberechtigung besitzt. Diese liegt häufig bei Professoren, kann aber auch bei Privatdozenten oder habilitierten Forschenden liegen.

Wer kann Doktorvater in der Medizin sein?

In der Medizin übernehmen meist habilitierte Professorinnen und Professoren oder Privatdozenten die Betreuung. An Universitätskliniken sind oft auch Fachärzte mit Lehrbefugnis als Doktorväter tätig.

Kann man den Doktorvater wechseln?

Ja, ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, jedoch aufwendig. Er erfordert eine neue Betreuungszusage und die Zustimmung der Fakultät. Meist geschieht dies bei Konflikten oder wenn das Thema nicht mehr passt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Betreuer und einem Doktorvater?

„Betreuer“ ist der neutrale Fachbegriff für die Person, die eine Dissertation wissenschaftlich begleitet. „Doktorvater“ oder „Doktormutter“ sind eher traditionelle Begriffe mit symbolischem Charakter.

Muss ein Doktorvater Professor sein?

Nicht zwingend. In vielen Promotionsordnungen reicht die Habilitation. Dennoch sind die meisten Doktorväter und -mütter Professoren, da sie über Erfahrung, Ressourcen und Netzwerke verfügen.

Was heißt Doktorvater auf Englisch?

Auf Englisch wird „Doktorvater“ meist mit doctoral advisor, PhD supervisor oder thesis advisor übersetzt. „Doktormutter“ wird ebenso als doctoral supervisor bezeichnet.

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