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Professionelle Hilfe bei der Literatursuche
Eine Masterstudentin kam drei Wochen vor der Anmeldung ihrer Abschlussarbeit zu uns: Sie hatte tagelang gegoogelt, über vierzig PDF-Dateien gesammelt – und trotzdem keine einzige der zentralen Studien zu ihrem Thema gefunden, weil sie ausschließlich mit deutschen Suchbegriffen in allgemeinen Suchmaschinen gearbeitet hatte. Nach einer einzigen Beratungsstunde zu Datenbanken und Schlagwortstrategie stand ihre Literaturbasis innerhalb weniger Tage. Der Fall zeigt: Bei der Literatursuche entscheidet nicht der Fleiß, sondern die Methode.
Die Literatursuche – oder besser: Literaturrecherche bzw. Quellenrecherche – ist Teil des studentischen Arbeitens und Lernens und das tägliche Brot jedes Wissenschaftlers. Deshalb müssen Studierende von Anfang an lernen, wo sie relevante Literatur zu einem Seminarthema, für eine Seminararbeit oder eine Abschlussarbeit finden. Ohne Fachliteratur können Studierende nicht wissenschaftlich arbeiten. Denn mit ihrer Hilfe setzen sie sich eigenständig mit wissenschaftlichen Theorien und Ergebnissen von Studien auseinander, wägen die verschiedenen Erkenntnisse und ihre Argumente ab und bilden eine eigene, wissenschaftlich fundierte Meinung.
Warum die Recherche heute schneller geht – aber anspruchsvoller ist
Hilfe bei der Literatursuche bzw. -recherche umfasst zunächst die Vermittlung von gezielten Suchstrategien sowie von Methoden und Techniken der Literatursuche in Datenbanken. Da heute nahezu alle wissenschaftliche Literatur in elektronischer Form erfasst ist, entfällt in der Regel die mühselige Suche in Karteikästen. Dadurch kann eine Literaturrecherche viel schneller als früher ablaufen – wenn Sie die Suche gut beherrschen. Genau hier liegt das Problem: Die schiere Menge an Treffern macht es schwerer denn je, die wirklich relevanten Quellen zu erkennen. Wer ohne Strategie sucht, ertrinkt in Ergebnissen oder übersieht – wie die Studentin aus unserem Beispiel – die Standardwerke des eigenen Fachs.
Merke: Eine gute Literaturrecherche beginnt nicht im Suchfeld, sondern bei der Fragestellung. Je präziser die Forschungsfrage formuliert ist, desto treffsicherer lassen sich Schlagwörter, Datenbanken und Auswahlkriterien bestimmen – und desto weniger Zeit verlieren Sie mit irrelevanten Treffern.
Die Suchstrategie in vier Schritten
Bei einer Literatursuche sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Studierende benötigen deshalb vor allem Hilfe bei der Entwicklung einer effizienten Suchstrategie. In unserer Betreuungspraxis arbeiten wir mit einem einfachen Vier-Schritte-Modell:
- Fragestellung entwickeln: Was genau soll untersucht werden? Eine klar umrissene Frage – gegebenenfalls mit professioneller Hilfe bei der Themensuche geschärft – ist das Fundament jeder Recherche.
- Schlagwörter und Suchbegriffe auswählen: Sammeln Sie zentrale Begriffe, Synonyme und englische Fachtermini zu Ihrem Thema und kombinieren Sie diese systematisch.
- Datenbanken auswählen: Wählen Sie passende wissenschaftliche Fachdatenbanken Ihres Gebiets sowie die allgemeinen Datenbanken und Kataloge der Universitäten aus.
- Recherchestrategien und -szenarien anwenden: Führen Sie die Suche systematisch durch, dokumentieren Sie die Suchläufe und verfeinern Sie die Begriffe anhand der Treffer. Bewährt hat sich ergänzend das „Schneeballprinzip“: Über die Literaturverzeichnisse zentraler Texte stoßen Sie auf weitere einschlägige Quellen.
Recherche in Datenbanken: gewusst wie
Hilfe bei der Literatursuche bedeutet vor allem Unterstützung bei der Recherche in Datenbanken – sowohl in wissenschaftlichen Datenbanken des jeweiligen Fachgebiets als auch in den allgemeinen Datenbanken der Universitäten. Auch die Literatursuche in Suchmaschinen wie Google will gelernt sein: Sie eignet sich für den ersten Überblick, ersetzt aber keine systematische Datenbankrecherche, weil dort Qualität und Wissenschaftlichkeit der Treffer nicht gesichert sind.
Deshalb umfasst die Unterstützung zunächst eine Einführung in Aufbau und Funktionen von Datenbanken und darauf aufbauend konkrete Hilfen bei der Suche. Dabei lernen Sie,
- eine eigene Suchanfrage präzise zu formulieren,
- sie systematisch nach bestimmten Kriterien in das elektronische Suchfeld einzugeben und
- die ausgegebenen Ergebnisse gezielt nach den eigenen Suchkriterien zu sichten, auszuwählen und abzuspeichern.

Gefundene Quellen systematisch dokumentieren
Schließlich bedeutet Hilfe bei der Literatursuche auch Unterstützung bei der gezielten und effizienten Dokumentation der ausgewählten Literaturquellen. Diese müssen systematisch erfasst und dokumentiert werden, damit Sie einen sicheren Überblick über die gesammelte Literatur behalten und später darauf aufbauen können – etwa beim Verfassen des Exposés, in dem der Forschungsstand bereits skizziert werden muss. Deshalb gehört zur Recherchehilfe auch die Unterstützung beim Aufbau einer eigenen kleinen Datenbank bzw. Literaturverwaltung: Wer jede relevante Quelle sofort mit vollständigen Angaben und kurzen inhaltlichen Notizen erfasst, erspart sich am Ende der Arbeit das mühsame Rekonstruieren von Fundstellen.
Sie möchten Ihre Recherche von Anfang an auf ein solides Fundament stellen? Auf unserer Übersichtsseite zur Literaturrecherche finden Sie alle Unterstützungsangebote im Überblick – und unsere Experten zeigen Ihnen gerne persönlich, wie Sie in Ihrem Fachgebiet schnell und systematisch zur passenden Literatur gelangen.

