Kostenlose & unverbindliche Beratung
Individuell, diskret und schnell – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Jetzt Anfrage sendenInhaltsverzeichnis
Allgemeines zur Politikwissenschaftslehre
Ein Fehler, den viele Studierende zu Beginn ihres Studiums machen: Sie setzen politisches Interesse mit politikwissenschaftlicher Kompetenz gleich. Sie haben die Krim-Krise intensiv in den Medien verfolgt und interessieren sich für die Hintergründe des Konflikts? Sie finden es unfair, dass fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat die Beschlüsse anderer blockieren und damit die Weltpolitik bestimmen können? Oder wollen Sie sich mit der Frage beschäftigen, ob mehr direkte Demokratie in Deutschland wünschenswert und möglich wäre? Dann bringen Sie hinsichtlich Ihres Interessenschwerpunktes die besten Voraussetzungen mit, um wissenschaftliche Arbeiten im Fach Politikwissenschaft zu verfassen.
Doch Interesse und regelmäßiges Nachrichtenschauen reichen eben nicht aus, um Themen des politischen Alltags in der erforderlichen analytischen Tiefgründigkeit zu durchdringen. Genau an dieser Stelle beginnt die eigentliche wissenschaftliche Arbeit – und genau hier scheitern viele Hausarbeiten und Abschlussarbeiten, lange bevor das erste Kapitel geschrieben ist.
Welche Teilbereiche umfasst die Politikwissenschaft?
Generell ist festzuhalten, dass die Politikwissenschaft sehr stark durch die Binnendifferenzierung ihres Faches geprägt ist. Das zeigt sich vor allem an den unterschiedlichen Methodiken der drei großen Teilbereiche. Wer eine Seminar- oder Abschlussarbeit plant, sollte deshalb zuerst klären, in welchem Teilbereich sich das eigene Thema bewegt – denn davon hängt die gesamte methodische Anlage der Arbeit ab.
Internationale Beziehungen: empirisch-analytisches Arbeiten
Im ersten Bereich, der internationalen Politik, geht man meistens empirisch-analytisch vor: Man nimmt aktuelle Vorgehensweisen von Akteuren und deren Interessenlagen zum Ausgangspunkt einer Konfliktanalyse, in deren Zuge auf der Basis bisheriger Erklärungen eine Prognose für das weitere Verhalten von Konfliktparteien vorgenommen wird. Typische Themen sind internationale Konflikte und Krisen, Bündnispolitik, internationale Organisationen oder globale Machtverschiebungen.
Politische Theorie und Ideengeschichte: hermeneutisches Arbeiten
Ganz anders sieht das Arbeiten im Teilbereich der politischen Theorie und Ideengeschichte aus. So mancher erinnert sich vielleicht noch an den früheren Philosophieunterricht, als Platons Idealstaat oder Hobbes’ Theorie der absoluten Monarchie behandelt wurde. Solche klassischen Theorien sind nach wie vor die Basis moderner Theorien, die jedoch einen noch wesentlich höheren Abstraktionsgrad aufweisen. Um sich in diesen Themenbereichen sicher bewegen zu können, müssen Sie die hermeneutische Methode zur Literaturauswertung beherrschen – also die quellennahe, kontextualisierende Interpretation theoretischer Texte.
Vergleichende Regierungslehre: empirisch-statistisches Arbeiten
Im dritten politikwissenschaftlichen Teilbereich, der vergleichenden Regierungslehre, geht es vor allem um Fragen zum politischen System sowie um Parteien- und Wahlforschung. Hier ist das Arbeiten weniger theoretisch, sondern vielmehr empirisch geprägt, weil gerade in der Wahlforschung viel mit Statistiken und deren Auswertung gearbeitet wird.
Die folgende Übersicht fasst die drei Teilbereiche und ihre Methoden zusammen:
| Teilbereich | Typischer Gegenstand | Vorherrschende Methode |
|---|---|---|
| Internationale Beziehungen | Konflikte, Bündnisse, internationale Organisationen | Empirisch-analytische Konfliktanalyse |
| Politische Theorie und Ideengeschichte | Klassische und moderne Staats- und Demokratietheorien | Hermeneutische Textinterpretation |
| Vergleichende Regierungslehre | Politische Systeme, Parteien- und Wahlforschung | Quantitativ-empirische Analyse und Statistik |

Typische Stolpersteine in politikwissenschaftlichen Arbeiten
Erfahrungsgemäß erwarten viele Studierende nicht, dass sie sich über mehrere Semester mit empirischer Sozialforschung und abstrakten Theorien beschäftigen müssen. Entsprechend unsicher sind sie, wenn es um die Anwendung methodischer Grundfertigkeiten geht – etwa bei der kontextualisierenden Interpretation eines Klassikers der politischen Ideengeschichte oder bei der Bewertung der Validität einer Statistik.
In unserer Coaching-Praxis sehen wir immer wieder dieselben Probleme:
- Die Fragestellung ist zu breit angelegt und lässt sich im vorgegebenen Umfang nicht seriös beantworten.
- Theorie und Empirie stehen unverbunden nebeneinander, statt systematisch verknüpft zu werden.
- Bei der Themenwahl fällt die Entscheidung auf ein tagesaktuelles Ereignis, zu dem noch kaum belastbare Fachliteratur existiert.
- Statistische Verfahren werden übernommen, ohne ihre Voraussetzungen und Grenzen zu prüfen.
Tipp aus der Praxis: Prüfen Sie vor der Anmeldung Ihrer Arbeit, ob sich Ihre Fragestellung eindeutig einem der drei Teilbereiche zuordnen lässt. Wer Thema, Teilbereich und Methode von Anfang an aufeinander abstimmt, erspart sich später mühsame Umbauten an Gliederung und Argumentation.
Hilfe bei Ihrer Abschlussarbeit in Politikwissenschaft
In solchen Fällen und bei allen anderen Schwierigkeiten – z. B. bei der Entwicklung einer zum Ziel führenden Fragestellung, dem Finden aktueller Literatur oder dem Schreiben einzelner Kapitel – helfen unsere fachlich kompetenten und im wissenschaftlichen Schreiben erfahrenen Autoren gern, um das Beste aus Ihrer Studienarbeit herauszuholen. Mit 15 Jahren Erfahrung und über 500 Experten decken wir neben der Politikwissenschaft auch zahlreiche benachbarte Fachrichtungen ab – von der Soziologie bis zur Geschichtswissenschaft.

Durch individuelle Kontakte und Absprachen können wir sicherstellen, dass unsere Akademiker und Autoren eine akademisch hochwertige Arbeit nach Ihren Wünschen und Vorgaben erstellen – termingerecht, methodisch sauber und auf Ihren Teilbereich der Politikwissenschaft zugeschnitten.


